Umbau Haus Z, Au, 2007
Das Gebäude, dessen Scheune aus dem 18. Jhdt. und der Wohnteil von 1824 stammt, ist Teil einer eng gefügten denkmalgeschützten Baugruppe von drei Häusern. Aufgabe war es, die bestehenden Räume im Wohnhaus, das ehemalige Atelier im Dach des Flarz, sowie die darunter liegende Einliegerwohnung zu einer einzigen Wohnung für eine vierköpfige Familie zusammen zu fassen.
Die Positionierung der einzelnen Funktionen gewährleistet eine Flexibilität auf engem Raum, die auf Nutzungsänderungen, bedingt z.B. durch die sich stetig verändernden Anforderungen innerhalb der Familie , schnell und ohne aufwendige Eingriffe reagieren kann.
Wichtiger Bestandteil des Konzepts ist zunächst die Beibehaltung der derzeitigen Lage der Küche. Durch Abbruch von Innenwandteilen, Einführung eines Gäste-WC`s unterhalb der Treppe und die Neugestaltung der Küche, kombiniert mit geräumiger Garderobe und offener Durchreiche in den Essbereich, gestaltet sich der bisher sehr beengte Eingangsbereich nun grosszügig und freundlich.
Ess- und Wohnzimmer bleiben weitgehend unverändert. Einzig ein Raum hohes Regal mit integrierter Treppe an der Innenwand, schafft neu die Verbindung zwischen dem jetzigen Wohnteil und dem durch einen Durchbruch erschlossenen Scheunenanbau.
Dort befindet sich fortan das zweigeschossige «Reich der Eltern». In der unteren Ebene, Richtung Südost, findet das Arbeitszimmer Platz, über das man in offener Raumfolge, durch einen begehbaren Kleiderschrank, ein neues Elternbad und über eine Schranktreppe, das Schlafzimmer mit kleinem Atelierbereich im OG erreicht.
Die Bewegung durch das Gebäude mündet dort in einer neuen Lukarne, die zusammen mit einer zweiten, nach N-W orientierten, Belichtung und Ausblick garantiert.
Vom Elternschlafzimmer, das somit nur wenige Stufen erhöht direkt neben dem Kinderbereich zu liegen kommt, besteht die Möglichkeit, auf kurzem Wege bei den Kindern zu sein.
Alle Einbauten, wie Möbel, Wandverkleidungen, Türen und die Schranktreppe, erscheinen als homogene Einheit und wirken durch helle Farbtöne, kombiniert mit satiniertem Glas und Spiegeln zum Einen zurückhaltend und leicht, zum Andern stellen sie einen klaren Kontrast zum dunklen gedämpften Akazienparkett dar.
Von aussen macht sich der Umbau lediglich durch die zwei Kupfer verkleideten, scharf geschnittenen Dachgauben bemerkbar, die sich als kubische Elemente selbstbewusst vom Bestand abheben.
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