Zum 100-jährigen Bestehen des Regionalverbands „Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz“ wird ein kollektiver Denkraum für die Zukunft der Basler Wohnbaugenossenschaften eröffnet, in dem unter den aktuellen Herausforderungen exemplarische Fragestellungen des künftigen, gemeinschaftlichen Wohnens und des Zusammenlebens reflektiert werden sollen. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs geht es darum, spekulative Zukunftsstrategien für das genossenschaftliche Wohnen im Allgemeinen zu erforschen und diese als fragmentarisch vertiefte Vorschläge anhand dreier Genossenschaften zu erproben.
Für die Genossenschaften sollen spekulative Zukunftsstrategien zur baulichen, sozialräumlichen und partizipativen Weiterentwicklung der jeweiligen Liegenschaften formuliert werden. Die vorgeschlagenen Entwürfe sind dabei mit einem möglichst exemplarischen Charakter darzulegen, damit sie bestenfalls auch für andere Genossenschaften zur Inspiration und Weiterentwicklung dienen können. Der Wohnschutz ist dabei vorgegeben: Die Mieter:innen bleiben in ihren Wohnungen, und die bestehende Bausubstanz ist zu erhalten und aufzuwerten.
Zusammenfassend sucht der Ideenwettbewerb mögliche Antworten auf folgende – und weitere – Fragestellungen:
- Was ist genossenschaftliches Wohnen heute und in Zukunft?
- Wie funktioniert das Zusammenleben – und was zeichnet es aus?
- Wie kann bestehender, preisgünstiger Wohnraum erhalten und gleichzeitig ein neues und zukunftsweisendes Wohnangebot geschaffen werden?
- Wie gelingt eine Weiterentwicklung, die den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit genügend Rechnung trägt?
- Wie kann die soziale und programmatische Durchmischung gestärkt werden?
- Kann Wohnen mit Arbeiten zeitgemässer kombiniert werden?
- Inwiefern können gängige Komfortstandards hinterfragt werden?
- Wie können Bestandsbauten an neue klimatische Bedingungen angepasst werden?
- Inwiefern kann die Reduktion von individuellem Raum die Gemeinschaft stärken?
- Was heisst eine Verdichtung für den Grün- und Freiraum?
- Welche neuen Formen von Teilhabe und Mitgestaltung der Genossenschafter:innen und weiterer Interessent:innen unterstützen den Prozess?Unsere Antworten und Ansätze darauf sind folgende:
- Partizipation / Mitwirkung
- Wohnen als Grundrecht verstehen
- Erhalt des Bestandes und der Mietverhältnisse
- Einfache Bauweise
- Care-Arbeit für Menschen und Gegenstände
- Integration / Inklusion
- Quartierbausteine entwickeln
- Kommunikation und Austausch fördern
- offene Strukturen schaffen, die Aneignung fördern